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<title>Acta Universitatis Lodziensis. Folia Philosophica. Ethica – Aesthetica – Practica 32/2018</title>
<link>http://hdl.handle.net/11089/30298</link>
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<pubDate>Sun, 05 Apr 2026 12:50:16 GMT</pubDate>
<dc:date>2026-04-05T12:50:16Z</dc:date>
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<title>Kognitiver Ratschlag, testimoniale Autoritäten und der Wert epistemischer Weisheit</title>
<link>http://hdl.handle.net/11089/37809</link>
<description>Kognitiver Ratschlag, testimoniale Autoritäten und der Wert epistemischer Weisheit
Schmechtig, Pedro
Der vorliegende Aufsatz beschäftigt sich mit der Frage, welche Rolle Weisheit in der Erkenntnistheorie spielt. Zu Beginn skizziere ich kurz den allgemeinen Rahmen der Untersuchung. Damit verbunden ist ein konkreter Vorschlag zur begrifflichen Bestimmung epistemischer Weisheit. Dieser Vorschlag wird im Hinblick auf drei unterschiedliche Aspekte der Zuschreibung epistemischer Weisheit (ontologisch, epistemisch, axiologisch) näher erläutert. Im Anschluss daran wird die zentrale These genauer diskutiert, die hinter der vorgeschlagenen Begriffsbestimmung steht. Demnach ist epistemische Weisheit eine testimoniale Aktivität, die eine interpersonale Struktur aufweist. Gemäß dieser Sichtweise sind weise (kognitive) Ratgeber als testimoniale Autoritäten zu betrachten, deren kognitive Überlegenheit im Rahmen eines „Autoritäten-Ressourcen-Modells“ der Erklärung personaler Weisheit zu analysieren ist. Ausgehend von diesem Modell lässt sich abschließend zeigen, dass Weisheit in Verbindung mit kognitiven Ratschlägen einen unverwechselbaren epistemischen Wert besitzt.; This paper deals with the question of which role wisdom plays in epistemology. Firstly, I briefly sketch the general framework of this inquiry. Linked to this is a specific proposal for the conceptual definition of epistemic wisdom. This proposal is explained in more detail with regard to three different aspects (ontological, epistemic, axiological) of the attribution of epistemic wisdom. In the following, the main thesis behind the proposed definition is discussed more closely. Accordingly, epistemic wisdom is a testimonial activity that has an interpersonal structure. As a consequence of this view, wise (cognitive) advisors are to be regarded as testimonial authorities whose cognitive superiority is to be analyzed within the framework of an “authority-resources model” of the explanation of personal wisdom. Finally, on the basis of this model, it can be shown that wisdom in connection with cognitive advice has a distinctive epistemic value.
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<pubDate>Sun, 30 Dec 2018 00:00:00 GMT</pubDate>
<guid isPermaLink="false">http://hdl.handle.net/11089/37809</guid>
<dc:date>2018-12-30T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Was macht Entscheidungen zu weisen Entscheidungen?</title>
<link>http://hdl.handle.net/11089/37808</link>
<description>Was macht Entscheidungen zu weisen Entscheidungen?
Schönrich, Gerhard
Der Begriff einer weisen Entscheidung ist methodisch leichter zugänglich als der allgemeine Begriff der Weisheit. Wenn wir wissen, was weise Entscheidungen ausmacht, dann öffnet sich uns auch ein Zugang zu den entsprechenden Eigenschaften und Fähigkeiten einer Person. Die Abhandlung soll zeigen, dass sich eine Analyse weiser Entscheidungen nicht auf eine attributive Lesart: „S entscheidet weise“ beschränken kann, sondern die adverbiale Lesart: „S entscheidet sich auf eine weise Art“ berücksichtigen muss. Die externalistische Perspektive der ersten Lesart führt zwar zu einer notwendigen qualitativen Bedingung (langfristige Verbesserung der Situation für möglichst viele Beteiligte), der jede weise Entscheidung im Resultat gerecht werden muss. Erst die internalistische Perspektive der zweiten Lesart entspricht unseren Intuitionen, dass ein solches Resultat nicht zufällig zustande gekommen sein darf, sondern sich bestimmten epistemischen Leistungen des Akteurs verdankt, wie seiner Urteilskompetenz und Reflexionsfähigkeit der Gründe für die Entscheidung. Diese Leistungen schließen insbesondere die Meta-Fähigkeit, erststufige Gründe von zweitstufigen Gründen zu trennen ein, die sich nicht auf den Wert, den das Objekt der Entscheidung hat beziehen, sondern auf den Wert der Einstellung, die der Entscheidung zugrunde liegt.; It is methodologically easier to gain access to the concept of wise decisions than to the general concept of wisdom. Once we know what wise decisions are, the corresponding properties and abilities of the deciding person can be inferred. This paper will show that the analysis of wise decisions must not be restricted to the attributive reading of “S makes a wise decision”, but must be extended to the adverbial reading of “S decides wisely”. The externalistic perspective of the former reading exposes a necessary qualitative requirement (a long-range improvement of the situation for all parties involved) which must be met by the outcome of any wise decision. Only the internalistic perspective of the latter reading complies with our intuitions that the outcome must not be achieved by chance, but by the agent’s epistemic abilities such as his competence of judging and reflecting the reasons for the decision. These abilities include in particular the agent’s meta-competence of distinguishing first-order and second-order reasons that pertain not to the value of the object of the decision but rather to the value of the attitude underlying the decision.
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<pubDate>Sun, 30 Dec 2018 00:00:00 GMT</pubDate>
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<dc:date>2018-12-30T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Weisheit bei Schopenhauer und die Frage ihrer Aktualität</title>
<link>http://hdl.handle.net/11089/37806</link>
<description>Weisheit bei Schopenhauer und die Frage ihrer Aktualität
Miodoński, Leon
Schopenhauers Weisheitsbegriff wurde aus zwei verschiedenen Perspektiven analysiert. Erstens, im Kontext der frühen Philosophie, wo „das bessere Bewusstsein“ eine Schlüsselrolle spielte. Der Höhepunkt dieser Zeit waren das Werk Die Welt als Wille und Vorstellung und radikal formulierte philosophische Exklusivität. Zweitens, im Kontext von Essays-Sammlung Parerga und Paralipomena, und besonders einem der Essays Aphorismen zur Lebensweisheit, wo sich Schopenhauer vom Metaphysiker und Buddhisten in den Moralisten und den Lehrer vervandelte, der die Verfahrensregeln in der irrationalen Welt des Willens zeigte, so dass das Leid die geringste Teilnahme an der realen Existenz des Menschen hatte. Diese Akzentverschiebung erfolgte vor allem dank der gründlichen und tiefen Lektüre von Baltasar Gracians Das Hand-Orakel und Kunst der Weltklugheit. Gracian lehrte aber an keiner Stelle, wie man sich von der Welt befreien kann, sondern eher wie man in einer Welt des Bösen, voll von Gegensätzen, Intrigen und Niederträchtigkeiten leben kann.; The notion of wisdom in Schopenhauer’s grasp is analyzed in two different perspectives. First, in the context of early philosophy with the supreme term “better consciousness” (das bessere Bewußtsein). The crowning achievement of this period was The World as Will and Representation and radically formulated cognitive elitism. Second, in the context of Parerga and Paralipomena essays, in particular the Aphorisms on the Wisdom of Life essay, when Schopenhauer transforms himself from a metaphysician and a Buddhist into a moralist and teacher of life’s wisdom, who teaches what to do to minimize the suffering of our lives. This shift of accents was connected with the thorough reading of B. Gracian’s The Art of Worldly Wisdom. A Pocket Oracle. Gracian did not teach how to free oneself from the world, but how to live in a world full of evil, adversity, intrigues and wickedness.
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<pubDate>Sun, 30 Dec 2018 00:00:00 GMT</pubDate>
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<dc:date>2018-12-30T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Über Sokratische Weisheit als intellektuelle Bescheidenheit</title>
<link>http://hdl.handle.net/11089/37807</link>
<description>Über Sokratische Weisheit als intellektuelle Bescheidenheit
Löhrer, Guido
In Platons Apologie des Sokrates zeichnet sich eine auf menschliche Art weise Person durch ihre Fähigkeit aus, den epistemischen Status und den Wert ihrer Meinungen über Sachverhalte korrekt zu beurteilen. Sie weiß, ob es sich bei ihnen um Wissen oder bloß um Meinung handelt, aber auch, ob sie etwas nicht weiß. Es ist zudem eine breit geteilte Auffassung, dass intellektuelle Bescheidenheit, obwohl nicht dasselbe wie Weisheit, ein bedeutender Aspekt der Weisheit ist. Doch wenn die hier vorgestellten Überlegungen triftig sind und das Spektrum der relevanten Deutungen abdecken, ist das für Sokratische Weisheit nicht haltbar. Denn die Bedingungen für korrekte Urteile über den epistemischen Status der eigenen Meinungen sind so anspruchsvoll, dass fehlbare Wesen, die ein entsprechendes Wissen zweiter Stufe beanspruchen, nicht anders als epistemisch unbescheiden sein können. Wenn Sokratische Weisheit epistemische Bescheidenheit verlangt, ist Sokrates nicht weise.; In Plato’s Apology of Socrates, a humanly wise person is distinguished by her ability to correctly assess the epistemic status and value of her factual opinions. She knows whether she possesses knowledge or has mere opinion or is ignorant. It is also a widely shared view that intellectual humility, albeit not the same as wisdom, is one of a humanly wisdom’s necessary features. However, if the considerations presented here are valid and cover the spectrum of relevant interpretations, this is not tenable for Socratic wisdom. Fallible beings who claim to possess second-order knowledge of the epistemic status of their beliefs cannot be other than epistemically immodest. If Socratic wisdom requires epistemic humility, Socrates is not wise.
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<pubDate>Sun, 30 Dec 2018 00:00:00 GMT</pubDate>
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<dc:date>2018-12-30T00:00:00Z</dc:date>
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